125er-Klasse · Spitze · Stand: August 2026

105 bis 120 km/h. Die Stufe, die auf der Landstraße mithält.

Das ist nicht die teure Stufe — das ist die, bei der die Landstraße aufhört, ein Kompromiss zu sein. Führerscheinseitig gilt hier dasselbe wie eine Stufe darunter: A1 oder Schlüsselzahl 196. Fahrerisch ist es eine andere Welt, und der interessantere Vergleich ist nicht der zum 45er, sondern der zum 125er-Benziner.

Voraussetzung: Führerscheinklasse A1 — oder, wenn du einen Autoführerschein hast, die Schlüsselzahl 196. Auch die schnellsten Modelle hier bleiben Leichtkrafträder der Klasse L3e-A1.

4.999 €

Einstiegspreis, UVP inkl. MwSt.

105–120 km/h

Höchstgeschwindigkeit — Fahrzeugklasse L3e-A1

3

Modelle in dieser Klasse

130 km

längste Herstellerangabe zur Reichweite

Elektrisch oder ein 125er-Benziner?

Der ehrlichste Unterschied ist keiner, den man erfahren muss — er steht in den Datenblättern beider Seiten: Ein Elektromotor liefert sein volles Drehmoment ab der ersten Umdrehung. Ein 125er-Benziner erreicht sein maximales Drehmoment erst zwischen 7.750 und 8.000 Umdrehungen pro Minute. An der Ampel steht der Benziner damit im ungünstigsten Teil seiner Kurve und muss kuppeln, drehen und schalten. Elektrisch liegt alles vom Stand weg an.

Kein Schalten, keine Kupplung, kein Drehzahlloch. Alle Modelle hier fahren mit einer festen Übersetzung, ohne Schaltgetriebe.

In Sekunden sagen wir das nur dort, wo eine Herstellerangabe existiert: Der Vmoto Stash geht laut Hersteller in 3,7 Sekunden von 0 auf 50 km/h. Für die übrigen Modelle veröffentlicht der Hersteller keine Beschleunigungswerte — und wir erfinden keine.

Zum Einordnen, gemessen statt geschätzt: Benzinroller der 125er-Klasse brauchen 14 bis 21 Sekunden auf 80 km/h. Das ist die volle gemessene Spanne aus einer unabhängigen GPS-Messreihe an 13 Rollern dieser Klasse.

Und ein Wort zu Drehmomentzahlen, weil sie gern falsch verglichen werden: Die Werte, die für E-Maschinen genannt werden, sind Drehmoment am Rad, also nach der Untersetzung. Ein Benziner-Datenblatt nennt das Drehmoment an der Kurbelwelle, vor dem Getriebe. Beide Zahlen nebeneinanderzustellen wäre unseriös. Der echte Vorteil ist nicht die größere Zahl, sondern dass sie ab der ersten Umdrehung anliegt — in einer einzigen Übersetzung, ohne Schaltpause.

Drehzahlangaben: Herstellerdatenblätter gängiger 125er-Benziner. Beschleunigung 0–50 km/h: Herstellerangabe Vmoto. 14–21 s auf 80 km/h: unabhängige GPS-Messreihe (motochecker.at), 13 Benzinroller der 125er-Klasse.

Was diese Stufe von der darunter unterscheidet.

Nicht die Zulassung und nicht der Führerschein — die sind identisch. Was sich ändert, ist die Reserve: Wo eine 80er-Maschine auf der Landstraße am Anschlag läuft, hat eine Maschine dieser Stufe noch Luft zum Überholen und läuft dabei entspannter.

Dazu kommt Ausstattung, die eine Stufe tiefer nicht selbstverständlich ist — ABS, Traktionskontrolle, TFT-Display, Reifendruckkontrolle. Was davon an welchem Fahrzeug hängt, steht als Ausstattungszeile bei jedem Modell und ausführlich auf der Modellseite.

Und was sich nicht ändert: Das bleiben Stadt- und Umland-Fahrzeuge. Autobahn und lange Touren sind nicht ihr Revier, und das sagen wir lieber vorher als nachher.

Laden statt tanken — der ehrliche Teil.

Ein voller Tank bringt einen 125er-Benziner deutlich weiter als eine Akkuladung. Das ist so, und wir reden es nicht weg.

Dafür fällt der Umweg zur Tankstelle komplett weg: Der Akku lässt sich entnehmen und an jeder Haushaltssteckdose laden. Das dauert Stunden, nicht Minuten — der ehrliche Satz dazu lautet nicht „so schnell wie Tanken“, sondern „lädt, während du schläfst“.

Für einen Arbeitsweg im zweistelligen Kilometerbereich ist das kein Thema. Für einen Tag, an dem du mehr als eine Ladung fahren willst, ohne Pause, schon.

Die Modelle

Vom Einstieg nach oben.

In aufsteigender Reihenfolge — jede Stufe mit den drei Angaben, die den Unterschied machen, und einem Weg zum Modell.

Vmoto TS Hunter S ABS

Vmoto TS Hunter S ABS

4.999 €

Bis zu 10 kW Spitzenleistung und ABS – das sportlichste Naked Bike der Familie.

Tempo
105 km/h
Reichweite
ca. 107 km
Motorleistung
4,0 kW (max. 10,0 kW)
ABS10 kW PeakVoll-digitales Cockpit
Vmoto CPX Explorer

Vmoto CPX Explorer

ab 5.299 €

Das Premium-Flaggschiff: ABS, ASR, TFT-Display, Reifendruckkontrolle – Maxi-Roller-Komfort, elektrisch.

Tempo
105 km/h
Reichweite
ca. 106 km
Motorleistung
7,0 kW (max. 8,0 kW)
ABS + ASRTFT-Display + AppRDKS Reifendruckkontrolle
Vmoto Stash

Vmoto Stash

6.666 €

Das Topmodell: 120 km/h, ABS, ASR, TFT – elektrisches Motorradfahren ohne Kompromisse.

Tempo
120 km/h
Reichweite
ca. 130 km
Motorleistung
9,0 kW (max. 14,4 kW)
ABS + ASR + RDKS120 km/hApp + TFT-Display

Vergleich

Die Spitze nebeneinander.

Tempo und Reichweite liegen hier dicht beieinander. Was diese drei Maschinen unterscheidet, ist nicht das Datenblatt, sondern wofür sie gebaut sind — Spalte „Wofür“.

Tabelle seitlich wischen für Tempo, Reichweite und Preis.

ModellWofürTempoReichweitePreis
Vmoto TS Hunter S ABSNaked BikeSportlich und direkt, ABS ab Werk — der Einstieg in die Spitze.105 km/hca. 107 km4.999 €
Vmoto CPX ExplorerMaxi-RollerWindschutz, Gepäckträger, Radnabenmotor — der Reise-Roller unter den Modellen.105 km/hca. 106 kmab 5.299 €
Vmoto StashPremium-MaxirollerDas Topmodell: Riemenantrieb, viel Stauraum, die größte Reserve nach oben.120 km/hca. 130 km6.666 €

Alle Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen inkl. 19 % MwSt., zzgl. Überführung. Reichweiten sind Herstellerangaben und hängen von Fahrweise, Zuladung und Temperatur ab.

Voraussetzung

A1 oder Schlüsselzahl 196 — auch hier oben.

Auch die schnellsten Maschinen auf dieser Seite sind Leichtkrafträder der Klasse L3e-A1. Es braucht also keinen großen Motorradführerschein: A1 genügt — oder, als Autofahrer, die Schlüsselzahl 196.

Der Weg über B196: 13,5 Stunden Schulung in neun Einheiten à 90 Minuten, vier Theorie und fünf Praxis, keine Prüfung. Voraussetzung sind mindestens 25 Jahre und die Klasse B seit mindestens fünf Jahren. Kosten insgesamt 700 bis 1.200 €, typisch in ein bis drei Wochen erledigt.

Die eine echte Einschränkung: B196 gilt nur in Deutschland.

Maßgeblich für die Klasse ist die Nennleistung, nicht die Spitzenleistung: bis 125 cm³, bis 11 kW Nennleistung, höchstens 0,1 kW pro Kilogramm. Deshalb dürfen die Modelle hier kurzzeitig deutlich mehr leisten, als die Klassengrenze vermuten lässt. Nach den Herstellerangaben ist unsere komplette L3e-Reihe so eingestuft — am konkreten Fahrzeug prüfen wir es vor dem Kauf gemeinsam mit dir.

Zur Einordnung: Wir sind Händler, keine Führerscheinstelle. Verbindlich ist, was dir deine Fahrschule und die zuständige Behörde zu deinem Fall sagen.

Noch nicht sicher, ob es diese Stufe sein muss?

Probefahrt in Mannheim

Erst fahren, dann entscheiden.