Elektrisch oder ein 125er-Benziner?
Der ehrlichste Unterschied ist keiner, den man erfahren muss — er steht in den Datenblättern beider Seiten: Ein Elektromotor liefert sein volles Drehmoment ab der ersten Umdrehung. Ein 125er-Benziner erreicht sein maximales Drehmoment erst zwischen 7.750 und 8.000 Umdrehungen pro Minute. An der Ampel steht der Benziner damit im ungünstigsten Teil seiner Kurve und muss kuppeln, drehen und schalten. Elektrisch liegt alles vom Stand weg an.
Kein Schalten, keine Kupplung, kein Drehzahlloch. Alle Modelle hier fahren mit einer festen Übersetzung, ohne Schaltgetriebe.
In Sekunden sagen wir das nur dort, wo eine Herstellerangabe existiert: Der Vmoto Stash geht laut Hersteller in 3,7 Sekunden von 0 auf 50 km/h. Für die übrigen Modelle veröffentlicht der Hersteller keine Beschleunigungswerte — und wir erfinden keine.
Zum Einordnen, gemessen statt geschätzt: Benzinroller der 125er-Klasse brauchen 14 bis 21 Sekunden auf 80 km/h. Das ist die volle gemessene Spanne aus einer unabhängigen GPS-Messreihe an 13 Rollern dieser Klasse.
Und ein Wort zu Drehmomentzahlen, weil sie gern falsch verglichen werden: Die Werte, die für E-Maschinen genannt werden, sind Drehmoment am Rad, also nach der Untersetzung. Ein Benziner-Datenblatt nennt das Drehmoment an der Kurbelwelle, vor dem Getriebe. Beide Zahlen nebeneinanderzustellen wäre unseriös. Der echte Vorteil ist nicht die größere Zahl, sondern dass sie ab der ersten Umdrehung anliegt — in einer einzigen Übersetzung, ohne Schaltpause.
Drehzahlangaben: Herstellerdatenblätter gängiger 125er-Benziner. Beschleunigung 0–50 km/h: Herstellerangabe Vmoto. 14–21 s auf 80 km/h: unabhängige GPS-Messreihe (motochecker.at), 13 Benzinroller der 125er-Klasse.



