Ratgeber / Stand: Juli 2026

Welcher Führerschein für welchen E-Roller?

Die kurze Antwort: Mit einem normalen Autoführerschein fährst du jeden 45-km/h-Roller. Für alles Schnellere gibt es klare Wege — hier ist die Übersicht.

Vmoto CITI 74V — 45-km/h-Elektroroller für Führerscheinklasse AM/B

45 km/h: Klasse AM — steckt in deinem Autoführerschein.

Roller bis 45 km/h (Fahrzeugklasse L1e, elektrisch bis 4 kW Dauerleistung) fallen unter die Führerscheinklasse AM. Die Klasse AM ist automatisch in der Klasse B enthalten — genauso in A1, A2 und A. Wer einen Autoführerschein hat, steigt also einfach auf und fährt.

Ohne Autoführerschein geht es ab 15 Jahren mit einem eigenen AM-Führerschein.

Passende 45-km/h-Modelle: Vmoto CU 72V · Super Soco CUX Pro · Vmoto CITI 74V · Vmoto TC 72V · Vmoto TSX 72V

80 km/h und schneller: A1, A2 oder A.

Oberhalb von 45 km/h beginnt die Fahrzeugklasse L3e — hier gelten die Motorrad-Führerscheinklassen. Welche du brauchst, hängt von der Motorleistung ab: A1 (ab 16 Jahren) deckt Leichtkrafträder bis 11 kW ab, A2 (ab 18) bis 35 kW, die offene Klasse A alles darüber.

Für die meisten E-Roller und E-Motorräder in dieser Klasse reicht A1 oder A2 — wir sagen dir am konkreten Modell, welche Klasse gilt.

Unsere Modelle in dieser Klasse: Vmoto CITI 60V · Vmoto CITI 74V · Vmoto CPX Explorer · Super Soco TC Max · Vmoto TC Wanderer Pro · Vmoto TS Hunter S ABS · Vmoto Stash

B196: der Weg für Autofahrer.

Du hast Klasse B, aber keinen Motorradführerschein? Mit der Schlüsselzahl B196 darfst du Leichtkrafträder bis 11 kW fahren — ganz ohne Prüfung. Voraussetzungen: mindestens 25 Jahre alt, seit mindestens fünf Jahren Klasse B und eine Fahrschulung von 13,5 Stunden (Theorie + Praxis).

Wichtig: B196 gilt nur in Deutschland, nicht im Ausland.

Kennzeichen, Versicherung, HU.

45er (L1e) sind herrlich unbürokratisch: Versicherungskennzeichen dran, fertig — keine Zulassung, keine Hauptuntersuchung.

L3e-Fahrzeuge werden regulär zugelassen: amtliches Kennzeichen und turnusmäßige HU gehören dazu. Der Aufwand bleibt trotzdem überschaubar — Details klären wir gern im Gespräch.

Kein Rechtsrat: Verbindlich sind Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) und StVZO im Einzelfall. Wir beraten dich vor Ort am konkreten Modell.